Maren Hammerschmidt

Aktualisiert: Sept 4

In dieser Folge Extrarunde spricht Maren Hammerschmidt mit uns über die Höhen und Tiefen ihrer bisherigen Karriere, wie sie sich nach ihrer schweren Verletzung zurückgekämpft hat und wie sie in der kommende Saison den Anschluss an die Weltspitze schaffen will.


Maren ist in Winterberg im Sauerland aufgewachsen, in der Grundschule nimmt Sie mit Ihrer Zwillingsschwester Janin an einem Wintersport-Schnupperkurs teil.

“Die Kombination aus Schießen und Laufen fanden wir beide sehr interessant, und so hat das angefangen.”

Nach und nach wird Maren immer besser und ist in den Jahren 2006 - 2010 kaum vom Podest wegzudenken. Besonders der Sprint scheint ihr zu liegen. In dieser Disziplin ist Maren besonders siegreich. So holt sie 2010 bei den Junioren Weltmeisterschaften in Torsby, Schweden, Gold im Sprint. Und läuft im gleichen Jahr zum ersten Mal im IBU Cup mit.


2011 / 2012 wird sie IBU-Cup Gesamtsiegerin. Eine Zeit lang läuft alles genau wie geplant.

Ihre Top-Leistungen werden belohnt. Sie darf nach Khanty-Mansiysk, Russland fliegen und läuft hier ihren ersten Weltcup. Schließlich reicht es für Platz 34 in der Verfolgung und Platz 36 Im Sprint. “Es war eine riesen Erfahrung nach Russland zu fliegen, es war schon eine echt spannende Zeit.”


Fortan pendelt Sie zwischen IBU-Cup und Weltcup, fühlt sich aber noch nicht bereit bei den “Großen” mitzulaufen. In den nächsten zwei Jahren geht es, wie Maren selber sagt, die Karriereleiter wieder ein paar Stufen bergab. Zweifelt ob alles noch Sinn macht.


2015 dann der Durchbruch. In Hochfilzen trifft sie im Sprint alle Scheiben und läuft als Zweite hinter Franziska Hildebrand ins Ziel. Ihr bisher bestes Weltcup-Ergebnis.

Nur einen Tag später startet sie somit als zweite im Verfolgungsrennen und kann diesen Platz verteidigen. Am Ende steht Sie gemeinsam mit Laura Dahlmeier (Platz 1) und Gabriela Koukalová (Platz 3) auf dem Siegerpodest.

“Das ist einer meiner schönsten Momente diesen Sieg zusammen mit Laura zu feiern, das war wirklich toll.”

Olympische Winterspiele 2018

In Pyeongchang ist Maren zwar dabei, aber eigentlich hatte sie sich die Teilnahme etwas anders vorgestellt. Nur ein Start im Einzel. Bei der Staffel ist Maren nicht dabei. Bis heute kann sie die Entscheidung der Trainer nicht nachvollziehen: “Ich habe da wirklich zu kämpfen gehabt und bis heute ist es einer meiner härtesten sportlichen Momente.”

Doch damit nicht genug. Maren verletzt sich und fliegt mit gerissenen Bändern zurück nach Hause. Auf den ersten Blick scheint alles nicht so schlimm zu sein. Sie läuft die Saison zu Ende, steigt im Mai wieder ins Training ein. Es läuft gut. Aber im September bekommt sie eine Sehnenscheidenentzündung am Fuß. Sie entscheidet sich für eine OP. Hier wird klar, dass neben den Außenbändern auch die Innenbänder gerissen sind. Es folgen sechs Wochen Krücken und eine Reha. Die Ärzte sagen es kann bis zu drei Monaten dauern, bis sie wieder langsam starten kann.

“Als Sportler denkt man immer das schaffe ich viel schneller und nach ein bis zwei Monaten kann man wieder ins Renngeschehen einsteigen.”

Dieser Plan geht nicht auf. Maren setzt die komplette Saison 2018 / 2019 aus. Es fällt ihr schwer, nicht bei der Mannschaft zu sein und die Rennen vor dem Fernseher verfolgen zu müssen. Aber sie gibt nicht auf und kämpft sich zurück.

In Annecy 2019 kehrt Maren in den Weltcup zurück. Hier aber die große Enttäuschung. Sie schießt sechs Fehler im Sprint und landet auf Rang 87.

Nachdem es auch bei den folgenden Weltcups nicht läuft, geht es für Maren zurück in den IBU-Cup, wo sie am Ende auf den 10. Platz in der Gesamtwertung läuft.

Wenn du wissen möchtest was ihre Ziele für die Saison 2020 / 2021 sind, wie sie zum Tierschutz gekommen ist und wie es klappt, sich als Leistungssportlerin vegetarisch zu ernähren, dann höre einfach in die Podcast-Folge 30 mit Maren rein.

Mit einem Klick auf den Link kannst du dir die Folge direkt auf Spotify anhören!



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