Der Massenstart

Aktualisiert: Feb 3

Ende der 1990er Jahre wurde die vierte und letzte Einzeldisziplin im Biathlon etabliert, der Massenstart. Die meisten Regeln des Massenstarts gleichen denen der Verfolgung. Es gibt vier Schießeinlagen, zwei liegenden Anschläge gefolgt von zwei stehenden Anschlägen und jeder Fehlschuss hat eine Extrarunde von 150m zur Konsequenz. Die Herren kommen auf eine Laufdistanz von 15 km, die Damen laufen 12,5 km. Jedoch starten die 30 Athleten wie der Name schon verrät, in einer Masse zugleich. Aber welche 30 Athleten sind Startberechtigt?

Wie viele Starter gibt es im Massenstart? Wie oft wird geschossen? Wie viele Kilometer werden gelaufen? Wer gewinnt den Massenstart?
Rennformat: der Massenstart

Seit der Saison 2010/11 startet die zum Zeitpunkt des Rennens aktuelle Top-25 Liste aus dem Gesamtweltcup-Ranking. Die restlichen 5 Startplätze werden an Athleten in Reihenfolge der am meist gewonnenen Punkte des Weltcup-Ortes, vergeben. Sollte hier ein Punktegleichstand vorliegen, hat der Athlet Startrecht, der im Gesamtweltcup-Ranking besser platziert ist. Für den Fall, dass ein Athlet aus den Top 25 fehlt, wird nach Gesamtweltcupstand aufgefüllt.


Bei Olympischen Winterspielen oder der jährlichen Weltmeisterschaft haben die Athleten, die zuvor beim Event Medaillen gesammelt haben, automatisch Startrecht. Weitere 15 Plätze werden wie zuvor mittels Gesamtweltcup-Liste vergeben und die übrigen Starter bilden sich aus den erfolgreichsten der Wettkämpfe, ohne Medaille.

In der Saison 2014/15 wurde die neue Startphase des Massenstarts eingeführt. Die Athleten stehen in zehn Reihen à 3 Personen am Start. Eine Regel die den Laufstil betrifft gibt es nicht mehr.

Übrigens: Bei der Weltmeisterschaft in Antholz 2020 gewinnt Marte Olsbu Røiseland sowie Johannes Thingnes Bø die Goldmedaille im Massenstart.