Denise Herrmann

Aktualisiert: Sept 4

Sie ist eine der schnellsten unter den Biathlon-Damen, gewann die kleine Kristallkugel im Sprint und wurde Dritte im Gesamtweltcup der Saison 2019/2020.

Es war ein erfolgreicher Winter für Denise Herrmann.


Aber zurück zum Anfang. Geboren wurde Denise Herrmann am 20.12.1988 in Schlema/Sachsen und wächst in Bockau im Erzgebirge auf. Mit sechs oder sieben Jahren steht sie das erste Mal auf Skiern. Ihre Eltern waren beide im bockauer Skiverein erzählt sie uns und so sammelt sie hier ihre ersten Langlauferfahrungen. Im Jahr 2000 wechselt Denise dann an das Sportinternat Oberwiesenthal.

„Nach und nach wächst man so in das professionelle Sporttreiben rein, und das hat mir voll Spaß gemacht.“

Und so beschließt sie, nach ihrem Abitur 2009, sich voll und ganz dem Sport zu widmen. Dies war der Startschuss für eine große Karriere.

Bis 2016 ist sie Mitglied der deutschen Skilanglaufnationalmannschaft und das sehr erfolgreich.

Im Weltcup steht sie mehrfach auf dem Treppchen und sichert sich 2014 den zweiten Platz im Sprintweltcup und wird Neunte der Gesamtwertung im Skilanglauf.

Auch bei den Olympischen Spielen in Sotschi erzielt sie fantastische Ergebnisse. Ein besonderes Highlight ist wohl die Staffel-Bronzemedaille.


Dann die große Überraschung

Denise wechselt zum Biathlon. Uns berichtet sie wie es dazu kam.

Bereits 2012 gab es eine Testwoche vom Skiverband in Ruhpolding.

Kurz zuvor war Denise nach Ruhpolding gezogen viele ihrer Freunde sind im Biathlon aktiv.

„Ich wollte einfach wissen ob ich das kann“. Doch ihre Zeit war noch nicht gekommen, wollte erst ihre gesteckten Ziele im Langlauf verfolgen. Aber es hat ihr nie Ruhe gelassen und so hat sie überlegt, wann der beste Zeitpunkt für diesen Wechsel wohl wäre: „Dann habe ich mir gesagt jetzt oder nie“.

Bereits im September 2016 nimmt sie an den deutschen Meisterschaften teil. In der kommenden Saison startet sie im IBU-Cup und überzeugt gleich mit guten Ergebnissen. Platz eins im Sprint im norwegischen Beitostølen. Ihr erstes internationales Rennen als Biathletin. „Das war schon ein verrücktes Rennen, das gibt es eigentlich gar nicht, dass man mit sechs Fehlern einen Sprint gewinnt. Da kannst du läuferisch noch so gut sein“, erinnert sie sich. Spricht von Horror-Windbedingungen und ihren ersten Strafrunden, konnte es am Ende selbst gar nicht glauben.

In ihren ersten beiden Jahren als Biathletin wird sie immer mal wieder im Weltcup eingesetzt und sammelt so wichtige Erfahrungen, wie sie sagt.


Die Erfolge lassen nicht lange auf sich warten

In der Saison 2017 / 18 bekommt man so langsam ein Bild davon, was Denise Herrmann drauf hat.

Ihren ersten Einzelsieg holt sie in Östersund und gewinnt den Sprint, läuft vor Justine Braisaz und Yulia Dzhima ins Ziel. Zwei Tage später gewinnt sie die Verfolgung.

Es folgen Ups and Downs, aber am Ende qualifiziert Denise sich für die Olympischen Winterspiele 2018 in Pyeongchang.

Leider reicht es hier nicht für eine Medaille. Anfang 2019 läuft es einfach nicht so, besonders am Schießstand hat Denise immer wieder Probleme: “Du gehst auf die Matte und dann geht der Kopf an und es geht gar nichts mehr“.

Im März 2019 funktioniert es dann aber doch. Silber für die deutsche Mixed-Staffel und Gold in der Verfolgung bei der WM in Östersund. Hier setzt sie sich mit mehr als 31 Sekunden Vorsprung gegen Tiril Eckhoff und Laura Dahlmeier durch.


Die Saison 2019 / 20 ist die beste ihrer bisherigen Karriere.

Ein Highlight für alle Fans ist wohl der zweite Platz im Sprint von Oberhof vor heimischer Kulisse. Auch wir waren live dabei.


Bis zum Schluss kämpft sie mit Dorothea Wierer und Tiril Eckhoff um den Gesamtweltcup.

Doch das Corona Virus macht auch vor dem Wintersport nicht halt und so wird die Saison am 14. März 2020 vorzeitig nach dem Verfolger in Kontiolahti beendet.

Am Ende reicht es für Platz drei in der Gesamtwertung, vor der Schwedin Hanna Öberg.

Wie war die letzte Saison für Denise, besonders das abrupte Ende?

Was sind ihre Ziele für die kommende Saison 2020 / 2021?

Welche Chancen hat ihre ehemalige Langlauf-Konkurrentin Stina Nilsson aus Schweden?

Und was hat Helene Fischer mit ihrem Training zu tun?

Über all das und vieles mehr sprechen wir mit Denise in unserer Podcast Folge 28.

Klicke jetzt auf den Link um dir die Folge auf Spotify anzuhören!


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