Anna Weidel

Aktualisiert: Sept 4

Von klein auf steht Anna auf den Skiern. Es hätte aber auch das Fußballfeld oder der Tennisplatz werden können. In ihrer Jugend hat sie viele Sportarten ausprobiert. Am Ende ist es dann aber doch Biathlon geworden.

Über ihre Sportverein-Langlaufgruppe kommt sie zum Biathlon und nimmt an einem Luftgewehr-Probeschießen teil:

„Das hat mir total Spaß gemacht und so bin ich dann dabei geblieben.“

Anna ist in Tirol, Österreich geboren und auch zur Schule gegangen, hat sowohl die deutsche als auch die österreichische Staatsbürgerschaft. Für sie war aber schnell klar, sie geht für Deutschland an den Start, da sie immer schon für den WSV Kiefersfelden aktiv war. „Da bleibt man dann einfach treu“, erklärt sie uns.

Gleich zu Beginn erzielt sie als junge Biathletin gute Ergebnisse. Führt im Deutschlandpokal Jahr für Jahr kontinuierlich die Rangliste an.

2013 startet sie für das deutsche Team bei den EYOF*-Jugendspielen in Brasov (Rumänien) und holt den vierten Platz im 10 km Einzel.

Ein Jahr später holt sie Silber im Sprint, sowie in der Verfolgung bei den Junioren-Weltmeisterschaften 2014 in Presque Isle und steht gemeinsam mit Lisa Vittozzi und Julia Simon auf dem Podest. Noch im gleichen Jahr startet sie im IBU-Cup und ist auch hier erfolgreich.

Mit nur 21 Jahren ist Anna in der Saison 2018/2019 das erste Mal beim Weltcup in Pokljuka dabei und überrascht mit einem zehnten Platz im Sprint, den sie in der darauffolgenden Verfolgung mit dem elften Rang bestätigt.

Danach geht es rasant bergab, sagt sie in unserem Interview. Kann sich selbst nicht erklären woran es liegt:

„Es sind Jahre dabei, wo es wirklich gut geht und dann wieder gar nicht“.

Sie denkt sogar an ein frühzeitiges Karriereende. Es sei einfach schwierig sich zu motivieren, wenn man seine Ziele nicht erreicht.

In diesem Jahr möchte sie einige Dinge im Training umstellen und hart an sich arbeiten. „Ich muss die Freunde am Biathlon wiederfinden“ sagt sie.

Diesen Sommer bereitet Anna sich in Ruhpolding unter anderem gemeinsam mit Marion Deigentesch und Stefanie Scherer im deutschen B-Kader auf die kommende Saison vor.

Außerdem erzählt Anna uns, wie sie das Schießtraining in Corona-Zeiten ersetzt und wie ihr Hund Finn sie in der Vorbereitung unterstützt. Erfahre warum ihre Mutter ihr größtes Vorbild ist und warum sie unbedingt einmal nach Afrika reisen möchte.

Wir wünschen euch viel Spaß beim Hören!

Klicke einfach hier auf den Link oder auf den Player unten, um den Podcast mit Anna über Spotify zu hören.

*European Youth Olympic Festival

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